Ginger Bug
Was ist ein Ginger Bug?
Ein Ginger Bug ist ein natürlicher Fermentationsansatz aus frischem Ingwer, Zucker und Wasser. Ähnlich wie ein Sauerteig-Starter enthält er wilde Hefen und Milchsäurebakterien, die sich über mehrere Tage durch tägliches „Füttern" entwickeln. Das Ergebnis ist ein aktiver, sprudelnder Ansatz, der als natürliche Hefe für selbstgemachte Fermentgetränke dient – vor allem für hausgemachtes Ginger Beer.
Der Ginger Bug ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem vollständig natürlichen, probiotischen Erfrischungsgetränk ohne künstliche Kohlensäure oder industrielle Hefe. Die Fermentation dauert 4–5 Tage und benötigt nur drei Zutaten: Bio-Ingwer, brauner Zucker und Wasser. Mit dem Fermentierglas NATIVO gelingt der Ansatz besonders einfach – das integrierte Ventil lässt Gase entweichen, ohne dass Sauerstoff eindringt.
Ginger Bug und Probiotika
Durch die natürliche Fermentation entstehen im Ginger Bug lebende Milchsäurebakterien und wilde Hefen. Diese Mikroorganismen sind natürliche Probiotika, die die Darmgesundheit unterstützen können. Anders als industriell hergestellte Limonaden enthält selbstgemachtes Ginger Beer auf Ginger-Bug-Basis lebendige Kulturen und keine künstlichen Zusatzstoffe. Der Ingwer selbst bringt zusätzlich entzündungshemmende Eigenschaften und einen frischen, würzigen Geschmack.
Zutaten
| 50 | g | Bio Ingwer |
| 4 | TL | Bio Ingwer zum täglichen Füttern |
| 3 | EL | brauner Zucker |
| 4 | TL | brauner Zucker um Füttern |
| 200 | ml | warmes Wasser |
Zubereitung
- Tag 1: Ingwer ungeschält in dünne Scheiben hobeln. 200 ml Wasser in das Fermentierglas geben und 50 g des Ingwers sowie 3 EL des braunen Zuckers hinzugeben
- alles gut verrühren, sodass sich der Zucker auflöst
- WICHTIG: Der Ingwer muss vollständig von der Flüssigkeit bedeckt sein
- anschließend das Glasgewicht mit Hilfe der Fermentierzange (sauberes Arbeiten) einsetzen und Deckel mit integriertem Ventil auf das Glas schrauben
- den Ingwer an einem warmen (18-23 °C), dunklen Ort fermentieren lassen
- Tag 2 und folgende: Täglich 1 EL der Ingwerscheiben und 1 EL braunen Zucker hinzufügen, unterrühren, Gewicht wieder aufsetzen und Glas verschließen
- nach 4 - 5 Tagen: Es sind kleine Bläschen an der Oberfläche zu sehen, was bedeutet, dass der Ingwer Bug aktiv ist und weiterverwendet werden kann
- die Mischung kann durch einen Trichter mit Siebeinsatz in einen Messbecher abgegossen werden
- wenn nicht der gesamte Ansatz zur Weiterverarbeitung zu Ginger Bier verwendet wird, kann er anschließend wieder mit Wasser, Ingwer und Zucker aufgefüllt werden
- der Ingwer Bug kann zwischen den Anwendungen im zugeschraubten Glas im Kühlschrank aufbewahrt werden und der verwendete Ingwer kann nach Bedarf durch frische Ingwerscheiben ausgetauscht werden
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, bis der Ginger Bug aktiv ist?
Bei einer Raumtemperatur von 18–23°C zeigt der Ginger Bug nach 4–5 Tagen deutliche Aktivität in Form von kleinen Bläschen an der Oberfläche. Bei kälteren Temperaturen kann es länger dauern.
Warum muss ich Bio-Ingwer verwenden?
Bio-Ingwer ist unbehandelt und enthält noch natürliche wilde Hefen auf der Schale. Konventioneller Ingwer ist oft mit Fungiziden behandelt, die die Fermentation hemmen oder verhindern können.
Kann ich den Ginger Bug wiederverwendet werden?
Ja – der Ginger Bug kann dauerhaft weitergeführt werden wie ein Sauerteig-Starter. Einfach nach jeder Verwendung mit frischem Ingwer, Zucker und Wasser auffüllen und im Kühlschrank zwischen den Anwendungen ruhigstellen. Vor der nächsten Verwendung 1–2 Tage bei Raumtemperatur aktivieren.
Was kann ich mit dem fertigen Ginger Bug machen?
Der fertige Ginger Bug ist die Grundlage für selbstgemachtes Ginger Beer. Er kann aber auch für andere fermentierte Limonaden (z. B. mit Zitrone, Himbeere oder Holunder) verwendet werden.